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ZUFLUCHTSTADT WEIMAR

Weimar - Stadt der Zuflucht  e.V.



Die Idee


1993, anlässlich der Gründung des Internationalen Schriftstellerparlaments (ISP) in Straßburg, rief der, von einem islamistischen Gericht für vogelfrei erklärte, Autor Salman Rushdie dazu auf, ein
Netzwerk für aus politischen und/oder religiösen Gründen verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller aufzubauen. Zu dieser Zeit hatte die Zahl verfolgter, inhaftierter und ermordeter
Schriftsteller die Rekordzahl von über eintausend erreicht.

Ein Jahr später unterzeichnete das ISP zusammen mit dem Kongress der Gemeinden und Regionen Europas (KGRE) eine Charta “Städte der Zuflucht”. Darin erkannten Städte eine besondere Bedrohung schreibender Menschen an (“Die Literatur ist eine einsame Kunst, deren Ausübung nicht vieler Mittel bedarf und sich leicht verbreitet. Daher ist der Schriftsteller ein schwaches, durch Aggressionen erreichbares Wesen. Die Spontaneität seiner Einbildungskraft ist seine einzige Waffe, und diese bedeutet eine Gefahr für den intoleranten Geist aus dem einfachen Grund, dass sie der Welt einen Neuanfang bescheren könnte”).
Sie verpflichteten sich, bedrohten Autoren ein Refugium zu schaffen (“Die Stadt, genauer: die Zufluchtsstadt ist heute eine Antwort auf die neue Bedrohung, die bis zum Tode gehen kann. ...
...
Diese(r) kann nur eine Stadt sein, eine Gemeinschaft, in welcher die Achtung vor den demokratischen Werten Freiheit und Recht unerschütterlich sind.”) um für ein Jahr rechtlich, sozial und wirtschaftlich abgesichert leben zu können.

In der Folgezeit entstand, auch nach einem Aufruf des Europ. Parlaments 1995, ein Netzwerk solcher Städte, zu denen u.a. Metropolen wie Madrid, Amsterdam, Brüssel, Oslo, Berlin oder Helsinki gehörten, aber auch kleine Städte wie Graz, Dornbirn, Trondheim oder Blois, Weimars Partnerstadt.
Im Jahr 1999 beschloss auch die Stadt Weimar, diesen Aufrufen zu folgen.

Die Infrastruktur für Organisation und Koordination wurde von einem Büro des ISP gestellt, dessen von den Netzwerkmitgliedern zu tragende Kosten sich im Laufe der Zeit aber als sehr belastend erwiesen.
Heute arbeiten Stadt und Verein deshalb mit dem P.E.N.-Zentrum Deutschland zusammen.