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ZUFLUCHTSTADT WEIMAR

Weimar - Stadt der Zuflucht  e.V.



Unsere Gäste


2000 - 2002

KardevaniErster Gast der Stadt Weimar war in
den Jahren 2000-02 der iranische Journalist
und Essayist  Kazem Kardevani.

Nach seiner Teilnahme an einer Tagung
zu den Reformbewegungen im Iran, die 1999
in Berlin stattfand, durfte er nicht in
seine Heimat zurückkehren.
Überzeugt von der Notwendigkeit, Staat
und Religion zu trennen, arbeitete er hier weiter an Recherchen zur Rolle der Intellektuellen im Iran, schrieb Artikel für Zeitungen, Essays, aber auch an einer Übersetzung des “Gilgamesch-Epos” ins Persische. Zur Zeit lebt Kazem Kardevani in Berlin.
 


2004

Campos2004 konnten wir für einige Monate
José Anibal Campos einen Rückzugsort bieten.
Der kubanische Germanist und regimekritische  Essayist hat, neben zahlreichen Übersetzungen
deutscher Belletristik, auch Beiträge zur
Geschichte Kubas, z.B. “Karneval der Diktaturen”
verfasst. Darin analysiert er die Ursprünge der  Revolution in Kuba 1959 und den späteren
Personenkult um Fidel Castro.

In Weimar arbeitete er überwiegend an einem
Buch über den österreichischen Dirigenten
Erich Kleiber (1890-1956), der 1943-47 das
Philharmonische Orchester in Havanna aufbaute
und leitete, dessen erfolgreiches Wirken aber unter Castro tabuisiert ist.
Heute lebt und arbeitet José Anibal Campos in Spanien
 



2004 - 2005

 Der Kolumbianer Erik Arellana Bautista warErik-Arelana
unser dritter Gast. Erik Arellana engagiert sich mittels
Film,  Text und Musik in seiner Heimat für den
gewaltfreien Widerstand gegen den schon über fünf  Jahrzehnte währenden Bürgerkrieg. Unter tausenden Verschwundenen, die in Kolumbien verhaftet  und verschleppt werden und deren Schicksal ungewiss ist, wurde das seiner Mutter bekannt.
Ihre Mörder, Angehörige des Militärs, wurden bis heute
nicht zur Verantwortung gezogen.
In Filmen wie “Den Verschwundenen eine Stimme geben”
und “Brücken der Erinnerung” macht Erik Arellana auf diese unmenschliche Situation in Kolumbien aufmerksam,
zeigt aber auch die Solidarität, Wärme und Zuversicht, die Menschen einander geben können.
Während seines Aufenthaltes hier nahm Erik Arellana an einem Master - Studiengang (Medien)
der Bauhaus - Universität Weimar teil. Im Rahmen dieses Studiums bearbeitete er in Kolumbien
aufgenommene Bilder zu einem Film, der die Situation der Landbevölkerung in seiner Heimat
thematisiert, die sich vor den bewaffneten Banden zu schützen versucht.
Sein Text “Mord als Methode der Zensur” analysiert die macht- und wirtschaftspolitische Lage im
Land, die kriminellen und ideologischen Verstrickungen, die diesen nicht enden wollenden Krieg bedingen.
Gegen Krieg und Gewalt  trat Erik Arellana mit der kolumbianischen SKArtel Band während seines Aufenthaltes auch in Deutschland auf.
Mit VIVOarte - Arte en VIVO filmt Erik Arellana szenische Auftritte in der kolumbianischen Öffentlichkeit.
Obwohl er nach wie vor unbequem und gefährdet ist, lebt und arbeitet er wieder in Kolumbien.
   


2006 - 2007

Mit Aqueel H. A., seiner Frau und deren zweijähriger Tochter aus dem Irak, hatten
wir 2006 erstmals eine Familie zu betreuen. Aqueel arbeitete als Journalist und Übersetzer
mit Kollegen vom Deutschlandfunk zusammen, um durch Recherchen und Berichte über
die Aktivitäten der unterschiedlichen Milizen und deren politische Verflechtungen im Irak aufzuklären.

Mehr noch als seine Gedichte über das tägliche Leben in Bagdad, brachte ihn und seine Familie
die journalistische Tätigkeit zunehmend in Gefahr.

Während seines Aufenthaltes in Weimar schrieb Aqueel H. A. Lyrik sowie Texte für den Irak,
entschloss sich aber, wegen der hohen Gefährdung seiner Familie bei einer Rückkehr in den Irak
und wegen der deutschen Abschiebepraxis zu emigrieren.